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Dienstag, 22. Dezember 2009

Neu: Archiv-Kalender für 2010


Auch dieses Jahr bietet das Hochschularchiv wieder einen Kalender mit Archivalienabbildungen an. Für 2010 wurde das Thema "100 Jahre Frauenstudium an der RWTH" umgesetzt.

Der Kalender kann hier als Pdf-Dokument heruntergeladen werden.

Ansonsten kann er auch bei uns bestellt werden. Der Preis beträgt 10 €, der Versand ist kostenfrei.

Freitag, 13. November 2009

„100 Jahre Frauenstudium an der RWTH Aachen” Tagung — Ausstellung — Podiumsdiskussion 20. November 2009, Super C


Uns erscheint es heute selbstverständlich: Frauen studieren, schreiben Doktorarbeiten und sind Professorinnen. Das ist aber noch nicht lange so – und Stolpersteine auf dem Weg zur wissenschaftlichen Karriere gibt es nach wie vor.

Frauen wurden erst im Verlauf des 19. Jahrhunderts zum Studium zugelassen, in Preußen sogar erst 1908. Im folgenden Jahr öffnete dann auch die „Königliche Rheinisch-Westphälische Polytechnische Schule“ in Aachen ihre Tore für Studentinnen. Aus Anlass dieses Jubiläums veranstalten wir am 20. November 2009 an der RWTH Aachen eine Tagung, eröffnen eine Ausstellung und laden zur Podiumsdiskussion ein.

Alle drei Veranstaltungen verbinden die historische Perspektive mit aktuellen Gender-Themen und Ausblicken in die Zukunft. Aus der Sicht der Geschichtswissenschaft werden die Bedingungen dargestellt, unter denen es Frauen trotz ihres jahrhundertelangen formellen Ausschlusses von Universitäten und Akademien gelang, als Wissenschaftlerinnen tätig zu sein. Einige dieser Wissenschaftlerinnen werden in der Ausstellung anschaulich porträtiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung wie der Tagung ist die Lebenswelt von Wissenschaftlerinnen und Studentinnen an der RWTH Aachen zwischen 1909 und 2009. Frauen, die an der RWTH studiert und zum Teil auch promoviert haben oder promovieren, werden ihre Sicht auf Studium und Karriere in einer Männerwelt darstellen und gerade dem jungen Publikum für Diskussionen über Chancen und Probleme zur Verfügung stehen. Von jungen Leuten sind übrigens große Teile der Ausstellung erarbeitet worden: von Studierenden des Historischen Instituts und Schülerinnen und Schülern des Einhard-Gymnasiums Aachen – worin sich zeigt, dass sich junge Leute durchaus an Forschung heranführen, für Gender-Fragen sensibilisieren und für moderne Karriereförderung interessieren lassen.

Der Abend beginnt mit einem Vortrag von Frau Dr. Monika Mommertz (Berlin/Freiburg i.Br.): „Geschlecht und Wissen. Naturforschung in der (Vor-) Geschichte der Forschungsuniversität“. Es folgt eine Podiumsdiskussion über das Thema „Exzellenz braucht Frauen – die nächsten 100 Jahre“. Wir konnten hochrangige Diskutantinnen und Diskutanten gewinnen, nämlich Frau Dr. Adelheid Ehmke, bis vor kurzem Vizepräsidenten der Universität Luxemburg, Frau Prof. Dr. Ursula Nelles, Rektorin der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, Frau Prof. Dr. Rita Süßmuth, Bundstagspräsidentin i.R., Frau Prof. Dr. Margret Wintermantel, Präsidentin der deutschen Hochschulrektorenkonferenz, und Frau Prof. Dr. Heather Hofmeister, Prorektorin der RWTH Aachen für Personal und wiss. Nachwuchs. Die Diskussionsleitung liegt in den Händen von Anne Reidt, Leiterin der Redaktion des ZDF-heute-journals.

Wir wenden uns mit diesen Veranstaltungen also keineswegs nur an ein wissenschaftliches Publikum, sondern ebenso an Schülerinnen und Schüler, an deren Eltern und Lehrerinnen/Lehrer – wie überhaupt an die interessierte Öffentlichkeit: Ihnen allen wollen wir interessante Einblicke in die Wissenschaftsgeschichte aus der Perspektive von Frauen geben und die Karrierechancen vorstellen, die ein Studium an der RWTH – intelligent angelegt – auch Frauen nach wie vor bietet. Wir werden bei alledem aber stets die Strukturen im Blick haben, die bewirken, dass die Stolpersteine nicht entschlossen genug weggeräumt werden.

Webseite der Veranstaltung


Dienstag, 20. Oktober 2009

Open Access in Aachen

Die RWTH Aachen unterstützt Open Access ausdrücklich. Neben dem Hochschularchiv (siehe das Grußwort von Christine Roll in diesem Weblog) beteiligen sich an der Open-Access-Woche auch die Hochschulbibliothek und die Bibliothek des geologischen Instituts.

Ansprechpartner in der Hochschulbibliothek ist Roland Rappmann. Die Bibliothek hat eine Informationsseite ins Netz gestellt, die mit ihren Unterseiten wichtige Hintergründe zu Open Access erläutert. Eine besonders wichtige Adresse ist der Schriftenserver der Hochschulbibliothek. Hier ist beispielsweise die Habilitationsschrift von Armin Heinen "Saarjahre : Politik und Wirtschaft im Saarland, 1945-1955" einsehbar. Genannt sei auch die hochschulgeschichtlich bedeutsame Dissertation von Stefan Krebs zur Aachener Eisenhüttenkunde 1870-1914, die 2009 im Druck erschien und in der Dissertationsfassung von 2008 auf dem Schriftenserver liegt.

Auch die Bibliothek des geologischen Instituts (Ansprechpartnerin: Cornelia Lutter) weist in ihrer Internetpräsenz auf die Open-Access-Woche hin.

Grußwort von Christine Roll zur Open-Access-Woche


Vom 19. bis 23. Oktober 2009 findet die erste internationale Open-Access-Woche
statt. "Das Internet hat die praktischen und wirtschaftlichen
Bedingungen für die Verbreitung von wissenschaftlichem Wissen und
kulturellem Erbe grundlegend verändert. Mit dem Internet ist zum
ersten Mal die Möglichkeit einer umfassenden und interaktiven
Repräsentation des menschlichen Wissens, einschließlich des
kulturellen Erbes, bei gleichzeitiger Gewährleistung eines weltweiten
Zugangs gegeben." So begann die von vielen wichtigen
Forschungsorganisationen unterzeichnete "Berliner
Erklärung"
für Open Access im Oktober 2003. Sie war ausdrücklich
auch an Bibliotheken, Archiven und Museen adressiert. Die Archive
praktizieren seit vielen Jahren "Open Access" (ohne diesen Begriff zu
gebrauchen), indem sie Findmittel und Digitalisate kostenfrei ins
Internet stellen. Auch das Hochschularchiv der RWTH Aachen hat
inzwischen beachtliche digitale
Angebote
aufzuweisen. Neben retrodigitalisierten Findkarteien, die
im wesentlichen die vorhandenen Verzeichnungsleistungen abdecken, gibt
es eine Zusammenstellung der an der RWTH wirkenden
Hochschullehrer/innen, virtuelle Ausstellungen, wissenschaftliche
Beiträge zur Hochschulgeschichte und digitalisierte
Vorlesungsverzeichnisse. Das Hochschularchiv wird sich bemühen, dieses
Angebot nach den Grundsätzen von "Open Access" in den nächsten
Jahren noch erheblich auszubauen. Als Frühneuzeithistorikerin hoffe
ich, dass die Open-Access-Woche auch der Geschichtswissenschaft
wichtige Impulse für die Fachkommunikation geben wird.

Prof. Dr. Christine Roll ist die wissenschaftliche Leiterin des
Hochschularchivs Aachen und derzeit Geschäftsführerin des Historischen
Instituts der RWTH Aachen

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Abschlussbericht

von Romy Wunderlich

Im Rahmen des Projektseminars "Erlebnis Archiv", bekam ich die Möglichkeit, mein vierwöchiges Praktikum im Hochschularchiv der RWTH zu absolvieren. Vor dem Praktikumsbeginn hatte ich nur eine vage Vorstellung von den Aufgabenbereichen und Arbeiten, die in einem Archiv anfallen.
Man hat meist eher die gängigen Vorstellungen von Reihen verstaubter Akten und eher eintöniger Arbeit mit einem/r kauzigen Archivar/in. Im Laufe meines Praktikums habe ich dann allerdings die sehr unterschiedlichen Bereiche der Archivarbeit kennengelernt, welche nicht nur aus der Erhaltung und Verzeichnung von Archivmaterial besteht, sondern auch beispielsweise in der Gestaltung und Organisation von Ausstellungen.

Von den Mitarbeitern des Hochschularchivs wurde für die Dauer des Praktikums ein Praktikantenleitfaden erstellt, unterteilt in verschiedene Module, der es uns Praktikanten ermöglichte, einen sehr guten Einblick in die verschiedenen Aufgabenbereiche der Archivarbeit zu erhalten und selbst Archivarbeit zu leisten, wie etwa die Digitalisierung eines Vorlesungsverzeichnisses, Korrektur(lesen) der Findbuchdateien, Beantwortung von Anfragen etc.
Abgesehen von den verschiedenen Modulen bekam jeder Praktikant eine längerfristige Aufgabe zugeteilt, an der er während des Praktikums selbstständig arbeiten sollte. Mein Aufgabenbereich bestand aus der Betreuung der Archivbibliothek. Da der Bestand der Archivbibliothek nach einem neuem Schema geordnet werden soll, bestand meine Aufgabe hauptsächlich in der Vergabe neuer Signaturen und Ordnung der Bibliothek. Zwar hatten schon einige Bücher neue Signaturen erhalten, allerdings war nicht klar ob diese schon im OPAC des historischen Seminars mit neuer Signatur verzeichnet waren. Das hieß erst einmal jedes Buch mit neuer Signatur überprüfen, was relativ viel Zeit in Anspruch genommen hat. Danach konnte erst die eigentliche "Bibliotheksarbeit" beginnen, d. h. Vergabe neuer Signaturen, Ausdrucken der Signaturen und Anbringen der Signaturen.

Da mir während meiner Arbeit an der Archivbibliothek aufgefallen ist, dass es einige Bücher gar nicht mehr gibt und viele neue dazugekommen sind, habe ich mit dem Erstellen einer neuen Bestandsliste begonnen, in der alle vorhandene Literatur mit neuer und alter Signatur aufgeführt sind. Auch habe ich die Bücher in den Regalen der Bibliothek neu in alphabetischer Reihenfolge angeordnet.

Zwischen meiner Arbeit als "Bibliothekarin" habe ich bei einzelnen Recherchearbeiten für die Ausstellung "100 Jahre Frauenstudium an der RWTH Aachen" geholfen. Ich habe eine tabellarische, chronologisch geordnete Aufstellung des Beginns des Frauenstudiums (weltweit) zusammengestellt, indem ich die Daten einer schon von Schülern erstellten Tabelle überprüft habe und ggf. korigiert oder auch Neues recherchiert habe.

Das Arbeitsklima war durchweg positiv. Die Praktikanten wurden immer in die Arbeit des Archivs eingebunden, und man hatte nie das Gefühl einer der typischen Praktikanten zu sein, die nur Kaffee holen, kopieren oder die Halle fegen müssen, was einer meiner Mitpraktikanten einmal an anderen Praktika bemängelte.

Freitag, 9. Oktober 2009

Fotoalbum für einen Toten - Praktikant Alexander Lohr berichtet

Während meines fünfwöchigen Praktikums im Hochschularchiv der RWTH Aachen habe ich einen tieferen Einblick in die Arbeit eines Archivs gewinnen können. Ich hatte schon vorher nicht das Bild des weltfremden Archivaren vor mir, der eher widerwillig seine wohl gehüteten und angestaubten Archivgeheimnisse preisgibt, trotzdem hat mich die Arbeit im Archiv überrascht.


Zwar sind die Akten teilweise durchaus staubig, aber trotzdem ist es immer wieder spannend, Anfragen zu bearbeiten, bei denen man oft mit geradezu detektivischem Spürsinn vorgehen muss, um die gewünschte Information aus einem Aktenberg herauszufiltern. Erstaunlich interessant und amüsant sind oft auch die kleinen Informationshappen, die man bei der Recherche gewissermaßen im Vorbeigehen aufnimmt. So haben wir im Zuge einer Anfrage zu einer so genannten Erckens-Medaille erfahren, dass es sich die TH nach dem ersten Weltkrieg nicht mehr leisten konnte, die silberne Medaille weiter zu prägen und deswegen viele Berechtigte nie eine Medaille erhalten haben.


Habe ich deshalb während meines Praktikums stets versucht, bei möglichst vielen Anfragen zu helfen, lag mein Arbeitsschwerpunkt gerade in den letzten zwei Wochen aber klar auf der Ergänzung des digitalen Bilderverzeichnisses. Dabei ging es hauptsächlich um die Fotos der diversen Ehrenpromotionen vom Ende der 50er Jahre bis zum Beginn der 70er Jahre.

Um die Bilder sinnvoll beschreiben zu können, braucht man neben Wissen über den eigentlichen Verlauf des Festjahres natürlich möglichst viele Namen, die man den Personen auf den Bildern zuordnen kann.


Der Name des Geehrten und das Datum der Ehrenpromotion waren einem dabei in der Regel bekannt, zusätzliche Informationen, besonders Namen von unbekannten Personen, waren dagegen nur selten auf der Rückseite verzeichnet. Hier konnte einem oft nur ein „Den hast du doch schon mal gesehen“-Effekt weiterhelfen oder – zumindest bei den feierlichen Abendessen im Anschluss an die Ehrenpromotionen – die oft in den Akten noch vorhandenen Sitzordnung.

Erheblich mühseliger war das Abtippen der Teilnehmerliste an den Ehrenpromotionen, aber immerhin könnte ich nun bei „Wetten dass…?!“ mit einer „Ich wette, dass ich zu jedem Monat der Jahre 1953 bis 1971 den vollständigen Senat, inklusive Ehrendoktorwürden, der RWTH Aachen aufzählen kann“-Wette auftreten.


Besonders herausfordernd war die Verzeichnung von zwei Fotoalben. Dem „Album Talbot“ und dem Album „Verschiedenes“.Das „Album Talbot“ entbehrte nahezu jeder Information über die abgebildeten Personen, man weiß nur, dass es wohl 1960 in Athen anlässlich einer Luftfahrt-Konferenz aufgenommen wurde. Kurios wurde das ganze dadurch, dass die am meisten abgebildete Person scheinbar nicht der namensgebende Herr Talbot war, der bereits 1948 gestorben war, sondern das Album als Geschenk an seine Frau gedacht war, da ihr Mann in der Luftfahrt sehr aktiv war.


Im Album „Verschiedenes“ sind Fotos aus über zwei Jahrzehnten und mehr als einem Dutzend Ereignissen und eingeklebt, bei denen oft nur ein Datum daneben steht. Auch hier musste man wieder mittels Akten die eigentlichen Anlässe und Personennamen recherchieren.


Zum Abschluss möchte ich mich noch beim netten Archivteam bedanken, das sich sichtlich (und erfolgreich) bemüht hat, uns Praktikanten sinnvoll in den Arbeitsalltag einzubinden.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

"100 Jahre Frauenstudium an der RWTH Aachen" - Auswertung der Doktorandinnen-Fragebögen

Im Rahmen der Ausstellung zum hundertjährigen Jubiläum der Zulassung von Frauen zum Hochschulstudium in Aachen, hat das Hochschularchiv einen Fragebogen entwickelt, der die Studien- und Lebenssituation der Studentinnen und Doktorandinnen aus verschiedenen Jahrzehnten dokumentieren soll. Wer die Frauen in ihrem Studium förderte oder behinderte, ob sie während des Studiums Mutter wurden und inwiefern sich dadurch Schwierigkeiten ergaben oder wie insgesamt das Studium an der RWTH Aachen empfunden wurde, das sind die Fragen, die uns interessiert haben. Nachdem etwa 500 Fragebögen innerhalb ganz Deutschlands und auch nach Übersee verschickt wurden, traf etwa ein Drittel ausgefüllt wieder bei uns ein. Die älteste Doktorin, die uns antwortete, wird im nächsten Monat 88 Jahre alt, die jüngste ist 1981 geboren. Sechzig Jahre also umfasst der Zeitraum unseres Forschungsgegenstands.

Zunächst ist es unser Ziel eine statistische Erhebung auszuarbeiten, die auch den Wandel der Zeit nachzeichnen soll. Antworten auf die Fragen nach Studienfach und –dauer, zum Beispiel, oder nach der Behandlung durch Professoren und Kommilitonen, sollen die Ausstellung mit Fakten begleiten. Die Betrachtung der Fragebögen zeigt, dass die meisten damaligen Doktorandinnen und heutigen Doktorinnen viele unterschiedliche Erfahrungen gemacht haben, sowohl an der RWTH, als auch im späteren beruflichen und privaten Leben. Diese Erfahrungen sollen in der ideellen Auswertung durch anonymisierte Zitate und ausgestellte Fragebögen die Ausstellung für alle Besucher lebendig machen.




Dienstag, 29. September 2009

Weitere alte Aachener Hochschulschriften retrodigitalisiert!

"Retrodigitalisierte Dokumente aus der Frühzeit der RWTH Aachen sind nun auf dem Hochschulschriftenserver der Hochschulbibliothek verfügbar.

Es handelt sich dabei vor allem um Reden Aachener Rektoren und Hochschullehrer, die anlässlich von Rektoratsübergaben oder anderer Feierlichkeiten wie Kaisers Geburtstag, gehalten wurden. Auch Schriften aus Instituten sind zu finden. Als zeitlicher Rahmen gilt vorerst die Anfangsphase der Hochschule zwischen ihrer Gründung 1870 und dem Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914.

Die einzelnen Dokumente sind in der Collection RWTH Aachen University gesammelt und können dort durchstöbert werden."

Insgesamt stehen bereits 33 Dokumente zur Verfügung. Siehe auch hier.

Montag, 21. September 2009

Archivalie des Monats September


Das Landesarchiv Berlin hat uns einen kleinen Schatz überlassen, eine Mitschrift Wasserbau I nach den Vorträgen des Prof. Intze am Polytechnikum zu Aachen 1877/78 von Richard Lichtenberg.

Im folgenden sind das Titelblatt der Mitschrift, sowie die zugehörigen Einträge im Vorlesungsverzeichnis und der Eintrag zu Lichtenberg in der Matrikel zu sehen.




















Der Tag des offenen Denkmals im Hochschularchiv



Am Tag des offenen Denkmals (13.09.09) veranstaltete das Hochschularchiv eine Führung durch das alte Regierungsgebäude der Stadt Aachen, in dem seit Juni 2008 Historisches Institut und Archiv der RWTH untergebracht sind. Um 17 Uhr fanden sich ca. 20 Interessierte im Eingangsbereich des Gebäudes ein, nachdem sie meist schon andere Denkmäler Aachens besichtigt hatten. Nach der Begrüßung durch die wissenschaftliche Leiterin des Archivs, Professorin Dr. Christine Roll, erläuterte Maike Schwaffertz im Hof die Baugeschichte des Gebäudes. An der Vorderfront des Gebäudes wurde auf das Denkmal des Vereins „Wege gegen das Vergessen“ für die Opfer des Nationalsozialismus in Aachen aufmerksam gemacht. Es folgte eine ausführliche Erläuterung zu den Separatistentagen im Gebäude und zu den beiden im Treppenhaus angebrachten Gefallenendenkmälern durch Larissa Giewer.


Anschließend skizzierte der Geschäftsführer des Hochschularchivs, Dr. Klaus Graf das Berufsfeld des Archivars sowie die Zuständigkeit des Hochschularchivs und führte anschließend durch die Magazinräume. Anhand ausgewählter Archivalien wurden die verschiedenen Arbeitsschritte des Archivs. erläutert. Wichtige Punkte waren dabei die Bestandserhaltung und der Datenschutz.


Im Benutzerraum, dem Endpunkt der Führung, konnte man noch einen Blick auf diverse Fotos zum Thema „Feste und Feiern an der RWTH“ werfen, bevor der gemütliche Ausklang bei Kaffee und Kuchen die Veranstaltung beendete.

Dienstag, 8. September 2009

Vorlesungsverzeichnis 1870/71 online

Das Hochschularchiv hat sich in den Semesterferien mit der Digitalisierung von Vorlesungsverzeichnissen der RWTH beschäftigt. Es wurde durch die Mitarbeiter betreut und von Praktikanten durchgeführt. Dabei war jeder Praktikant dafür verantwortlich, während seines Praktikums ein Vorlesungsverzeichnis zu digitalisieren und auf die Website des Hochschularchivs hochzuladen. Das Ergebnis für das erste digitalisierte Vorlesungsverzeichnis 1870/71 kann nun online gesichtet werden (einzelne PDF-Dateien). Das älteste Vorlesungsverzeichnis gibt über die Gründungsphase der RWTH Aufschluss.

Freitag, 4. September 2009

Praktikantenausbildung im Hochschularchiv

Das Hochschularchiv der RWTH Aachen bietet im Rahmen des geisteswissenschaftlichen Studiums an der Technischen Hochschule Praktika für alle Interessierte an.

Die Praktikanten erhalten während ihrer Praktikumszeit Einblicke in die gängige Arbeitsweise des Hochschularchivs und werden in die Arbeitsabläufe miteinbezogen. Dabei können ihre Einsatzbereiche in der Erfassung von Archivmaterial (Akten, Photos ...), Mitarbeit bei Präsentationen des Hochschularchivs, Betreuung von Archivbenutzern, Beantwortung von telefonischen und schriftlichen Anfragen, Digitalisierung von Beständen und sonstigen Büroarbeiten liegen.

Im Rahmen des Praktikums werden ferner den Praktikanten in so genannten Unterrichts-Modulen Einblicke in weitere Bereiche der Archivarbeit gewährt. Dazu gehören die Module Archivrecht, Bibliothek, Registratur, Bestandserhaltung, Webseiten- und Weblogpflege, Arbeit mit MS-Exel-und Wordprogramm, Paläographie. Die Module werden von den dafür zuständigen Archivmitarbeitern gehalten.

Voraussetzungen die für die Aufnahme eines Praktikus im Hochschularchiv sind in der Regel:

    • Student/in der RWTH (Fachrichtungen Geschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politikwissenschaften...)
    • Erfahrung im Bereich der gängigen EDV-Anwendungen
    • Selbstständige Arbeitsweise

Das Praktikum wird mit 150€ Pauschalbetrag vergütet und umfasst üblicherweise 15-20 Stunden pro Woche. Ausnahmsweise können Abweichungen von dieser Vorgabe vereinbart werden.

Das Hochschularchiv-Team bestehend aus Prof. Dr. Christine Roll (wissenschaftliche Leitung), Dr. Klaus Graf (Geschäftsführer) und den studentischen Hilfskräften, ist stets bemüht, eine freundliche und kompetente Betreuung der Praktikanten zu gewährleisten, um damit ein angenehmes und arbeitsfruchtbares Klima zu schaffen.

Siehe auch: Bericht von Praktikant Simon Heesel


Freitag, 28. August 2009

Simon Heesel: Mein Praktikum im Hochschularchiv

Nach 4 Wochen Praktikum im Hochschularchiv kann ich ein positives Resümee ziehen.

Vom ersten Tag an standen mir und allen anderen Praktikanten die Mitarbeiter des Archivs helfend zur Seite. Genauso wurde ich von Beginn an in die laufenden Projekte des Archivs integriert.

Da die Ausstellung zum Thema „100 Jahre Frauenstudium“ immer näher rückt, verbrachte ich in den letzten vier Wochen viel Zeit mit der Adressrecherche zu den Doktorandinnen der RWTH. Diese werden aufgrund einer geplanten Umfrage ermittelt. Mit Hilfe von Serienbriefen beziehungsweise Serien-E-Mails werden die Fragebögen schließlich an die ermittelten Adressen verschickt.

Da sich die Praktikantinnen und Praktikanten im Archiv der RWTH Aachen an einem Praktikantenleitfaden, der ihnen viele Aufgaben und Möglichkeiten zur Gestaltung des Praktikums bietet, orientieren können, blieb dies jedoch bei weitem nicht meine einzige Aufgabe.

Neben der Adressrecherche war ich mit der Digitalisierung eines Vorlesungsverzeichnisses, mit dem Korrekturlesen der Findbuchdatei, mit dem Beantworten einer Anfrage an das Archiv und mit der Erstellung einer Arbeitsanleitung zur Adressrecherche im Internet beschäftigt.

Ich habe das Vorlesungsverzeichnis aus dem Semester 1870/71 eingescannt, mit Anmerkungen zum Inhalt versehen und auf die Website des Archivs hochgeladen.

Die Findbuchdatei, welche auf der Homepage des Archivs zu finden ist, habe ich (natürlich nur zu einem kleinen Teil) einer inhaltlichen Prüfung wie auch einer Rechtschreibprüfung unterzogen. Für Fehler und die Erleichterung einer späteren Korrektur habe ich eine Excel-Tabelle angelegt, an der die nachfolgenden Praktikanten weiterarbeiten können.

Zu der Anfrage bezüglich einer bestimmten Person an das Archiv habe ich nach der Sichtung der vorhandenen Akten beziehungsweise Matrikelbücher und Vorlesungsverzeichnisse eine Antwortmail mit den entsprechenden Informationen erstellt.

Die Arbeitsanleitung zur Adressrecherche im Internet dient nachfolgenden Praktikanten und auch anderen Mitarbeitern bei einer möglicherweise in Zukunft anstehenden Rechercheaktion als Leitfaden und Hilfe.

Darüber hinaus sorgten verschiedene Lehrmodule, die von den Mitarbeitern des Archivs gehalten wurden, für Abwechslung und lehrreiche Stunden. Die Module umfassten die Themen ‚Archivrecht’, Recherchemöglichkeiten’, ‚Bestandserhaltung’, ‚Websitegestaltung und Onlinepräsentation’ sowie ‚Registratur und Ablage’.

Die Einführung des Praktikantenleitfadens ist sehr sinnvoll, da man zu jedem Zeitpunkt eine Übersicht zu den zu erledigenden Aufgaben zur Einsicht hat. Auf diese Weise kann man sein Praktikum zeitlich gut planen.

Auch die Module haben mir sehr gut gefallen. So kann man als Praktikant, auch bei einem kürzeren Praktikum, einen Einblick in alle Bereiche des Archivwesens bekommen.

Die vier Wochen im Hochschularchiv der RWTH Aachen haben sich für mich in jeder Hinsicht gelohnt. Die Arbeit habe ich gerne erledigt und darüber hinaus habe ich noch ein nettes Archiv-Team kennengelernt. Jedem, der sich für die Archivarbeit interessiert, kann ich also ein Praktikum im Archiv der RWTH empfehlen.

Montag, 24. August 2009

Neue Öffnungszeiten

Aufgrund personeller Veränderungen im Hochschularchiv der RWTH Aachen gelten neue Öffnungszeiten:

Montag 10.00 - 14.00
Dienstag 10.00 - 18.00
Mittwoch 10.00 - 14.00
Donnerstag 10.00 - 18.00
Freitag 10.00 - 18.00

Eine kurze Mitteilung vor dem Besuch des Hochschularchivs ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Führung durch das Aachener Regierungsgebäude und das Hochschularchiv am "Tag des offenen Denkmals" am 13. September













Foto: Norbert Schnitzler (cc-by-sa)

Im Juni 2008 bezogen das Historische Institut und das Hochschularchiv der RWTH Aachen ein geschichtsträchtiges Gebäude am Theaterplatz. Das alte Regierungsgebäude imponiert seinen täglichen Besuchern nicht nur aufgrund seiner klassizistischen Architektur, die es seinem Architekten, dem „Schinkel von Aachen“ Johann Peter Cremer, verdankt, sondern auch durch historische Erinnerungen.

Im Treppenhaus wird durch die Heldengedenktafeln für die Gefallenen während der Separatistentage und der beiden Weltkriege sowie durch eine Gedenktafel für die Gefangenen der Gestapo, die ab 1933 das Gebäude nutzte, Geschichte greifbar. Am 13. September 2009, dem "Tag des offenen Denkmals" wird im Rahmen einer Führung des Hochschularchivs (um 17 Uhr) dieses denkmalgeschützte Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich sein. Bei der Führung soll die Geschichte des Gebäudes und die Arbeit in einem Archiv den Besuchern näher gebracht werden.



Freitag, 14. August 2009

Neues Lebensbild über Friedrich von Kühlwetter



































Die Bibliothek des Kunsthistorischen Instituts hat dem Hochschularchiv freundlicherweise eine Dublette des jüngsten Bandes der Westfälischen Lebensbilder (Bd. 18, Münster 2009) überlassen, in der Mechthild Black-Veldtrup vom Staatsarchiv Münster Friedrich von Kühlewetter (1809-1882) würdigt (S. 60-78). 1848 wurde er ein zweites Mal zum Regierungspräsidenten von Aachen ernannt. "Seine wichtigste Leistung in dieser Zeit ist die Gründung des 'Polytechnicums', der Technischen Hochschule in Aachen, der zweiten in Nordwestdeutschland nach dem Polytechnicum in Braunschweig" (S. 66). Illustriert ist der Beitrag mit einer Schwarzweiß-Reproduktion des Gemäldes, das der Aachener Professor Franz Reiff 1870 anfertigte und das zum Bestand des Reiff-Museums der RWTH gehört (unser Bild).

Donnerstag, 13. August 2009

Bericht über unsere Hauptgebäude-Präsentation


















Anlässlich der aktuellen Präsentation zum Hauptgebäude der RWTH ist am 13. Juli 2009 ein Zeitungsartikel "Heldengedenktafel" führt zur Ausstellung in den Aachener Nachrichten erschienen, den wir mit freundlicher Genehmigung der Autorin Karen von Schmieden wiedergeben dürfen.

Dienstag, 21. Juli 2009

Doktorandinnen der RWTH gesucht!

Das Hochschularchiv der RWTH Aachen sucht für die in Vorbereitung befindliche Ausstellung "100 Jahre Frauenstudium an der RWTH Aachen", die am 20. November 2009 im Rahmen einer Tagung eröffnet wird, Frauen, die an der RWTH promoviert haben und bereit wären, von uns interviewt zu werden.

Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich mit den Wissenschaftlerinnen an der RWTH von 1909-2009. Zunächst sollen statistische Erhebungen den Wandel der Promotionszahlen in den einzelnen Fakultäten darstellen. Außerdem möchten wir anhand von ausgewerteten Fragebögen und Interviews zeigen, wie sich die Forschungsmöglichkeiten für Frauen verändert haben.

Kontaktaufnahme bitte per Mail an archiv@rwth-aachen.de.

Freitag, 26. Juni 2009

Archivalie des Monats Juli

Das Hochschularchiv konnte im Juni 2009 vom Geologischen Institut drei von Markscheidern 1903/04 aufgenommene Lagepläne des damaligen RWTH-"Campus" übernehmen. Die großformatigen Pläne gewähren einen Einblick in die Bebauung des Gebiets rund um das Hauptgebäude vor etwa 100 Jahren, als noch der später beseitigte Bahnhof "Templerbend" bestand. Da das Hochschularchiv bislang über vergleichsweise wenige Pläne verfügt, war diese Übergabe eine wertvolle Bereicherung der Archivbestände.


Video zum Hauptgebäude

video
Für die noch laufende Ausstellung über das RWTH Hauptgebäude haben Caroline Donner und Maike Schwaffertz dieses Video erstellt.

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Verantwortlich: Frau Prof. Dr. Christine Roll.

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