Willkommen im Weblog des Hochschularchivs der RWTH Aachen!


logorwthHier finden Sie aktuelle Informationen aus allen Bereichen des Hochschularchivs.
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Montag, 9. März 2009

Archivalie des Monats März 2009

Die Aachener Hochschulbibliothek hat damit begonnen, alte Rektorreden zu digitalisieren (Link). Bislang sind dort knapp zwanzig gedruckte Reden bis 1904 vorhanden.
Das Hochschularchiv verfügt ebenfalls über zahlreiche Rektorreden. Die älteren Reden liegen leider nur in kopierter Form (z. B. aus Zeitungen) vor. Die vorliegende digitalisierte Rede von Prof. Erich Kühn, der von 1965-1967 an der RWTH das Amt des Rektors innehatte, wurde am 08.06.1967 anlässlich des Todes von Benno Ohnesorg gehalten. Sie liegt als Archivalie in maschinengeschriebener Form (Signatur: Nr. 12142) vor. Sie ist auf unserer Website als PDF einsehbar und ergänzt die derzeit noch laufende Präsentation des Hochschularchivs zu den Studentenunruhen 1968.

Freitag, 6. März 2009

Buch über 1968er

Das Hochschularchiv hat als Belegexemplar erhalten: Peter Dohms/Johann Paul:
Die Studentenbewegung von 1968 in Nordrhein-Westfalen. Rheinlandia Verlag Siegburg 2008. 152 S. Darin ist ein eigenes Kapitel auch der RWTH Aachen gewidmet (S. 98-106). Derzeit ist noch im Hauptgebäude der RWTH die Präsentation des Hochschularchivs Aachen zu diesem Thema zu sehen.

Dienstag, 3. Februar 2009

Archivalie des Monats Februar 2009

Der Erste Weltkrieg machte auch vor der RWTH, damals noch Königlich Polytechnische Hochschule zu Aachen genannt, nicht halt. Fast alle Studenten waren an der Front, der Universitätsbetrieb kam beinahe zum Erliegen. Die Studenten waren an der Front vorwiegend in technisch orientierten Einheiten (Pioniereinheiten) oder in explizit technischen Einheiten, wie der Telegraphenabteilung oder bei Eisenbahnbataillonen anzutreffen. Doch nicht nur die Studenten wurden entsprechend ihres Sachverstandes an der Front eingesetzt, auch die freiwillig in den Krieg ziehenden Professoren waren in solchen Einheiten eingeteilt. Der Mathematiker Otto Blumenfeld war Leiter einer Feldwetterwarte und der Professor für Geographie, Max Eckert, gehörte einer Vermessungsabteilung an, Felix Rötscher, Professor für Maschinenbau war in einer Luftschiffersatzabteilung tätig und der Bergbaukundeprofessor August Schwermann war Beauftragter für die Erzbergwerkstätten des Rheinlandes und Westfalen.
In unserer Präsentation Die RWTH im Ersten Weltkrieg finden Sie weitere Informationen dazu.

Quelle: Fotoarchiv 1.2.1

Eines der größten Zeugnisse des Ersten Weltkrieges an der RWTH sind die etwa 70 Fotografien vongefallenen Studenten. Um eine Gedenktafel und ein -buch herzustellen, wurden damals die Eltern gefallener Studenten gebeten, die Lebensdaten ihrer Kinder und eine Fotografie an die Universität zu schicken. Die studentische Zeitung Karman hat einen Artikel über die Gedenktafel im Hauptgebäude geschrieben

In den Laboratorien der RWTH selber wurde kriegswichtige Forschung betrieben. An der RWTH handelt es sich nicht, wie in Karlsruhe um Entwicklung von Kampfgas, sondern um die synthetische Herstellung und Einschmelzung von kriegswichtigen Rohstoffen. Wilhelm Borchers leitete zu dieser Zeit das Institut für Metallhüttenwesen und Elektrometallurgie der RWTH Aachen. Unter seiner Ägide gab es im Ersten Weltkrieg Forschungen zur Rohstoffherstellung, um den Rohstoffmangel zu bewältigen, aber auch, weil die Herstellung von Legierungen so komplex geworden war, dass wissenschaftlich geschultes Personal dafür nötig war. Die Industrie unterstützte diese Forschung und schenkte dem Institut wertvolle Apparate und Maschinen. Es gelang Borchers im Winter 1915 Aluminium herzustellen, und Deutschland konnte nun Aluminium und Schwefelsäure unabhängig vom Ausland produzieren. Außerdem hat Borchers Platin hergestellt und Nickel eingeschmolzen. 1915 stammte ein Sechstel der bei der Kriegsmetall AG abgelieferten, eingeschmolzenen Metalle von der RWTH.
Ein ausführlicher Bericht in der Magisterarbeit von Johanna Zigan zu finden.

Dienstag, 6. Januar 2009

Archivalie des Monats - Januar 2009

Mit der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten am 30. Januar 1933 begann sehr bald die Vertreibung aller aus "rassischen" oder politischen Gründen dem NS-Regime nicht genehmen Professoren aus ihren Ämtern. An der TH Aachen ging dabei ein wesentlicher Impuls vom AStA der TH Aachen aus, in dem zwar der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund (NSDStB) nicht über die absolute Mehrheit verfügte, dessen Vorstand aber dennoch die Entlassung von marxistischen Assistenten und Professoren forderte. Neben politisch Verfolgten wurden auch jüdische Professoren genannt.

Mit dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" vom 7. April 1933 schufen die Nationalsozialisten die notwendige Rechtsgrundlage, um u. a. auch alle "Kommunisten" und "Juden" aus dem Hochschuldienst zu entlassen. Eine Ausnahme galt nur für jüdische Beamte, wenn sie im Ersten Weltkrieg für Deutschland bzw. seine Verbündeten gekämpft hatten oder bereits vor 1918 verbeamtet waren.

An der TH Aachen wurden insgesamt zwölf Professoren entlassen (fast zehn Prozent des Lehrkörpers). Entlassen kann in diesem Zusammenhang auch zwangsweise Versetzung in den Ruhestand oder (genötigtes) Ausscheiden aus dem Dienst bedeuten. Bei den im Telegramm des Reichskommissars für das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, Bernhard Rust, genannten Professoren und Privatdozenten, die beurlaubt werden sollten, handelt es sich um:

Ludwig Hopf (1884 - 1939, Ordentlicher Professor für Höhere Mathematik, 01.05.1934 Versetzung in den Ruhestand)

Walter Fuchs (1891 - 1957, Ordentlicher Professor für Technische Chemie, 30.09.1933 ausgeschieden)

Alfred Meusel (1896 - 1960, Privatdozent für Sozialökonomie und Soziologie, 01.10.1933 entlassen)

Karl Walter Mautner (1881 - 1949, Privatdozent für Eisenbetonbau, 31.12.1935 entlassen)

Paul Levy (1875 - 1956, Außerordentlicher Professor für Chemie der Fette, Öle, Wachse und Harze, 30.09.1933 ausgeschieden)

Ludwig Strauss (1892 - 1953, Privatdozent für Literaturwissenschaft, 31.03.1935 entlassen)

Leopold Pick (1875 - 1938, Privatdozent für Gestaltungslehre, 31.07.1933 entlassen)

Nicht genannt sind die folgenden Professoren:

Otto Blumenthal (1876 - 1944, Ordentlicher Professor für Mathematik, 30.09.1933 entlassen)

Theodore von Kármán (1881 - 1963, Ordentlicher Professor für Mechanik und Aerodynamik, 31.03.1934 entlassen)

Arthur Guttmann (1881 - 1948, Honorarprofessor für Baustoffe der Hochofenschlacke, 16.09.1933 ausgeschieden)

Rudolf Ruer (1865 - 1938, Ordentlicher Professor für Theoretische Hüttenkunde und physikalische Chemie, 30.09.1933 entlassen)

Hermann Salmang (1890 - 1961, Außerordentlicher Professor für Eisenhütten- und Materialkunde, 31.12.1935 entlassen)

Ausführlichere Biographien der Professoren finden sich in "Wissenschaft zwischen technischer und gesellschaftlicher Herausforderung. Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen 1970 bis 1995, hrsg. von Klaus Habetha, Aachen 1995" und in der Online-Ausstellung "rückblicke - einblicke - ausblicke". In der Professorendatenbank des Hochschularchivs finden sich ebenfalls Kurzbiographien der Professoren.

Quelle: Hochschularchiv Akte 508

Tagungsbericht Alfred von Reumont

Anlässlich des 200jährigen Geburtstages von Alfred von Reumont veranstaltete das Lehr- und Forschungsgebiet Geschichte der Frühen Neuzeit des Historischen Instituts der RWTH Aachen, in Zusammenarbeit mit dem Aachener Geschichtsverein e. V. und dem Geschichtsverein für das Bistum Aachen e. V. am 5./6. Dezember ein wissenschaftliches Kolloquium, in dessen Mittelpunkt Leben und Werk Alfred von Reumonts standen.
Die Stadtbibliothek Aachen gestaltete tagungsbegleitend eine Ausstellung mit dem Titel "Alfred von Reumont (1808-1887) – Gelehrter, Diplomat, Ehrenbürger Aachens", die vom 25. November 2008 bis zum 3. Januar 2009 zu sehen war und anhand von Buch- und Aktenbeständen aus Reumonts Nachlass wichtige Lebensphasen und Aspekte seines Werkes thematisierte.

Der Tagungsbericht von Dr. Frank Pohle (Historisches Institut der RWTH Aachen) findet sich hier als PDF-Datei zum Download.

Dienstag, 9. Dezember 2008

Öffnungszeiten während der Feiertage

Das Hochschularchiv schließt vom 22. Dezember 2008 bis einschließlich 2. Januar 2009.
Ab dem 5. Januar steht das Archiv wieder für die Benutzung zur Verfügung.
Anfragen und Aktenabgaben können in diesem Zeitraum nicht entgegen genommen oder bearbeitet werden.

Das Archiv wünscht frohe Feiertage und einen guten Rutsch ins Jahr 2009!

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Neue Helden für die RWTH

In der Ausgabe Nr. 38 der studentischen Zeitung "Kármán" verfassten Helen Rabenau und Till Spieker einen Artikel über die Heldengedenktafel im Hauptgebäude (über der Aula I). Dabei verwendeten sie auch Quellenmaterial des Hochschularchivs. Der Artikel ist im Internet verfügbar

Dienstag, 2. Dezember 2008

NEU: Archiv-Kalender für 2009!

Das Archiv bietet, wie auch letztes Jahr, einen Kalender mit Archivalienabbildungen an. Der Kalender kann hier als PDF-Dokument (ca. 2 MB) heruntergeladen oder beim Archiv bestellt werden. Der Preis beträgt 10 Euro. Der Versand ist kostenlos.

Archivalie des Monats - Dezember

Seit 1909 erhalten alle Studierenden, die die Doktor-Ingenieurprüfung an der RWTH Aachen mit Auszeichnung bestanden haben, die sog. Borchers-Plakette. Sie erinnert an den gleichnamigen Rektor, der der Hochschule in den Jahren 1904 bis 1909 als Rektor vorstand.

Die Plakette mit dem Porträt Wilhelm Borchers hat eine Größe von 7,3 cm x 9,6 cm. Es gibt sie in Silber mit einem Gewicht von 167 Gramm und in Bronze mit einem Gewicht von 188 Gramm. Neben dieser Plakette existieren noch runde Medaillen aus Zinnguss und Bronze.

Wilhelm Borchers, geboren am 6.Oktober 1856 in Goslar, war von 1897 bis 1925 ordentlicher Professor für Metallhüttenkunde und Elektrometallurgie an der TH Aachen. Noch zu seinen Lebzeiten wurde die Borchers-Stiftung (am 1.7.1909) gegründet. Diese Stiftung wurde von Freunden der Hochschule in Erinnerung an die erfolgreiche Tätigkeit Borchers als Rektor eingerichtet. Der Grundstock ihres Stiftungskapitals betrug 10.000 Mark. Die Zinsen sollten für wissenschaftliche Arbeiten im Laboratorium für Metallhüttenkunde der TH Aachen verwendet werden. Borchers starb am 6. Januar 1925 in Goslar.

Medaillen und Plaketten zählen zum Kulturgut der RWTH Aachen. Das Hochschularchiv kommt seiner Verantwortung in diesem Bereich durch Sammeltätigkeit, Betreuung und Koordination auch nach. Einen Überblick zu den Sammlungen der Hochschule finden Sie in der Online-Präsentation des Hochschularchivs zum "Kulturgut der RWTH Aachen". Weitere Angaben zur Person Borchers (und anderer Professoren) finden Sie auch in unserer Professorendatenbank.

Dienstag, 25. November 2008

Eröffnung der Präsentation am 20.11.2008

Die Eröffnung der Präsentation "1968" am vergangenen Donnerstag fand regen Zuspruch. Nach einer kurzen Einführung von Frau Prof. Roll, wissenschaftliche Leiterin des Hochschularchivs, und Herrn RWTH-Rektor Schmachtenberg zeigte Herr Dr. Graf, Geschäftsführer des Hochschularchivs, einige Exponate aus der aktuellen Präsentation und erläuterte die historischen Zusammenhänge. In der anschließenden Diskussion, die im Kleinen Senatssitzungssaal stattfand, ergab sich eine angeregte Debatte zur Rolle und Verortung der "68er" an der RWTH, in NRW und in der BRD. Diskussiongrundlage war ein kenntnisreicher Überblick über die Wirkung des Jahres 1968 in Aachen durch Herrn PD Dr. Haude (Historisches Institut RWTH). Die Diskussion wurde durch die lebendigen Beiträge von Herrn Haase und Prof. Kerner (Historisches Institut RWTH) bereichert und ergänzt. Bei Sekt und Knabberzeug klang der Nachmittag bei angeregten Gesprächen aus.

Anklang fand diese Veranstaltung auch beim Aachener Geschichtsverein.

Montag, 3. November 2008

Präsentation: 1968 - Die Studentenrevolte

Das Hochschularchiv eröffnet am 20. November 2008 um 15 Uhr im Gang vor dem Rektorat im Hauptgebäude am Templergraben 55 die aktuelle Präsentation "1968 - Die Studentenrevolte".

Anhand von Fotos, Flugblättern sowie Objekten wird die von Protesten, Politik und Aktionen geprägte Zeit an der RWTH Aachen anschaulich.

Die Präsentation wird voraussichtlich bis Ende März 2009 zu sehen sein. Führungen durch die Präsentation sind nach Absprache mit dem Archiv möglich.

Der Flyer zur Präsentation ist hier als PDF-Datei zum Download verfügbar.

Alfred von Reumont - Kolloquium

Am 5. und 6. Dezember 2008 findet in der Couvenhalle der RWTH Aachen , Karmanstr. 17 -19, ein Kolloquium anlässlich des 200. Geburtstages von Alfred von Reumont (1808 - 1887) statt.

Hier der Flyer mit dem Programm des Kolloquiums als Download.

Archivalie des Monats - November

Die Aufnahme links wurde aus Anlass der Gründung der Philosophischen Fakultät der RWTH Aachen am 5. Mai 1965 gemacht.

Abgebildet sind die ordentlichen Professoren der neugegründeten Fakultät.

Hintere Reihe von Links: Hauser (Neuere Geschichte), Klinkenberg (Mittlere Geschichte), Unbekannt, Steinwachs (Psychologie), Röper (Wirtschaftskunde und Unternehmenslehre), Mehnert (Politische Wissenschaften), Havemann (Int. Technische Zusammenarbeit), Vormbaum (BWL). Vordere Reihe von Links: Biemel (Philosophie), Monheim (Geographie), Zielinski (Pädagogik).

Ein Verzeichnis der RWTH-Professoren/innen und Privatdozenten/innen von 1870 bis 1995 finden Sie hier.

Das Hochschularchiv archiviert und erschließt laufend Bildmaterial zur RWTH Aachen, das unschätzbare Einblicke in verschiedenste Aspekte der Hochschulgeschichte ermöglicht.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Vor 50 Jahren: Zuse kommt nach Aachen

Die Z22 in ZKM KarlsruheIm Jahr 2008 jährt sich zum 50. Mal der Ankauf und die Inbetriebnahme der Z 22 durch die RWTH Aachen. Die Z 22 war der erste serienmäßig hergestellte Röhrenrechner der Zuse KG und das siebte Modell, das Konrad Zuse konstruierte. Die Anlage befindet sich heute im Computermuseum der RWTH Aachen. Der damalige ordentliche RWTH-Professor für Mathematik und erste Leiter des Rechenzentrums der Hochschule, Prof. Dr. Hubert Cremer (1897-1983), setzte sich sehr für den Einsatz von Großrechenanlagen in Forschung und Lehre ein.

Weiterführende Informationen finden Sie im Beitrag (als PDF-Datei) von Marcel Oeben (Mitarbeiter des Hochschularchivs)...

Das Photo oben zeigt die einzige noch funktionsfähige Z22 am ZKM in Karlsruhe.

Montag, 6. Oktober 2008

Neue Ordnung und Aufstellung der Archivbibliothek

Die Dienstbibliothek des Hochschularchivs der RWTH Aachen ist zwar nicht umfangreich (schätzungsweise etwa 450 Bände), aber beinhaltet doch viele Informationen zur RWTH und ihrer Geschichte. Sie umfasst u.a. sämtliche Vorlesungsverzeichnisse, die Jahrbücher (Alma Mater Aquensis AMA), die Festschriften zu den Jubiläen der RWTH und vielfältigste Literatur zu einzelnen Lehrstühlen, Instituten, Fakultäten und Persönlichkeiten der Hochschule. Hinzu kommt ein wachsender Bestand zur allgemeinen Wissenschafts- und Universitätsgeschichte.

Die Titel der Monographien und Sammelbände wurden in der allgemeinen Schlagwortkartei des Hochschularchivs miterfasst, so dass eine übergreifende Suche (Akten und Literatur) möglich ist. Außerdem werden alle Titel in den allgemeinen OPAC der Bibliothek des Historischen Instituts aufgenommen und können dort recherchiert werden. Über den Suchbegriff "Hochschularchiv" werden alle Bände aus der Archivbibliothek (ohne Vorlesungsverzeichnisse und Jahrbücher) angezeigt.

Die bisherige Systematik und Aufstellung der Bücher war unzureichend, so dass eine Neuordnung und verbesserte Aufstellung beschlossen wurde. Alle Veröffentlichungen werden nun sachthematisch geordnet und aufgestellt. Bei den neuen Signaturen geben die ersten beiden Buchstaben die Systematische Gruppe an und die folgenden drei Buchstaben die einzelne Veröffentlichung (nach den Anfangsbuchstaben des Titels oder des Autors). Es besteht eine Konkordanz zu den alten Signaturen.

Folgende Hauptgruppen wurden gebildet:
  • A Allgemeine Geschichts- und Periodendarstellungen
  • B Universitäts- und Hochschulgeschichte Deutschlands
  • C Universitäts- und Hochschulgeschichte International
  • D Bildungs- und Hochschulpolitik
  • E Universitäts- und Hochschulführer (einschließlich statistischer Übersichten)
  • F Wissenschaftliche Forschung
  • G RWTH Aachen
  • H Aachen und Region (einschließlich Rheinland)
  • J Archivwesen
  • K Studenten
  • L Wissenschafts- und Technikgeschichte (Darstellungen)
  • M Recht
  • N Kulturgeschichte/Universitätssammlungen/Museen
  • Z Lexika u. Wörterbücher

Ohne Signaturvergabe: Vorlesungsverzeichnisse, AMA, Zeitschrift "Der Archivar" und Gesetzessammlungen (Reichsgesetzblatt, Ministerialblatt NRW, Bundesgesetzblatt...).

Die Bibliothek kann in den Räumen des Hochschularchivs benutzt werden. Es handelt sich um eine Präsenzbibliothek.

Archivalie des Monats - Oktober

Während der NS-Zeit wurde den Leibesübungen ein hoher Stellenwert innerhalb der akademischen Ausbildung zuerkannt. Der Sport wurde dabei sehr früh in ideologische Zusammenhänge gestellt und zunehmend als Wehrsportübungen aufgefasst. Die Programmankündigung für das Wehrsportfest zum 15. Juli 1933 ist ein Ausdruck dieses Wandels. Die Nennung von Wehrkompanien und Geländespiel deuten in die gleiche Richtung.

Mit Ministerialerlass vom 29. April 1933 wurden alle Studenten, die zur deutschen Studentenschaft gehörten, in den ersten beiden Semestern zur Teilnahme an Leibesübungen im Mindestumfang von 3 Wochenstunden und zur Teilnahme an 4 ganztägigen Ausmärschen verpflichtet. Im Mai des folgenden Jahres wurden diese Bestimmungen auf alle Studenten ausgedehnt, in der Form, dass in den ersten drei Semestern zwei Pflichtübungen wöchentlich absolviert werden mussten.

Zur Geschichte des Hochschulsports an der RWTH Aachen hat das Hochschularchiv auch im Sommer 2006 eine kleine Präsentation gezeigt, die hier online zugänglich ist.

Die Überlieferung zu den Leibesübungen bzw. Hochschulsport der RWTH im Hochschularchiv ist gut, insbesondere was die 1920er und 1930er Jahre betrifft. Auch für die Nachkriegszeit liegen entsprechende Unterlagen vor. Eine Veröffentlichung zu diesem Thema ist bisher noch nicht erschienen.

Quelle: Hochschularchiv Akte 494

Freitag, 26. September 2008

40 Jahre Hochschularchiv der RWTH Aachen

Der kurze Beitrag von Geschäftsführer Dr. Klaus Graf zum letztjährigen
Jubiläum unseres Archivs ist im "Archivar" 2008 Heft 3, Seite 262
erschienen. Das gesamte Heft ist online auf der Website des Archivars als
PDF
abrufbar.

Montag, 8. September 2008

Neues Buch über RWTH-Ehrenbürger Hermann Grothe

Am 22. September 1936 verlieh die Technische Hochschule Aachen Hermann Grothe die Ehrenbürgerwürde. Kurt Sons (Duisburg) hat freundlicherweise dem Hochschularchiv ein Belegexemplar seines neuen Buches "Hermann Grothe. Vom Postassistenten der Kaiserlichen Deutschen Reichspost zum Visionär des baugenossenschaftlichen Wohnungswesens in Deutschland" zur Verfügung gestellt, das er nach dreijährigen intensiven Forschungen im Eigenverlag herausgebracht hat (203 S., keine ISBN). Das sehr professionell gestaltete, insbesondere mit Archivalienreproduktionen vor allem aus dem Stadtarchiv Duisburg reich ausgestattete Werk dokumentiert das Leben Grothes (25. November 1860 Halle an der Saale - 1. Dezember 1940 Erlangen), einer bedeutenden Persönlichkeit des genossenschaftlichen Bauwesens im Rheinland. Der Postbeamte Grothe gründete die Beamten-Wohnungsvereine in Ruhrort (1903) und Duisburg (1905), die Anlage der Siedlungen Wedau (1913) und Bissingheim war maßgeblich sein Werk.

Dienstag, 2. September 2008

Studentische Hilfskraft zur Erstellung von Website und Ausstellungsdesign


Unser Profil

Das Hochschularchiv der RWTH Aachen richtet in Kooperation mit der Professur für Frühe Neuzeit der RWTH Aachen im November 2009 eine Tagung sowie eine Ausstellung zu dem Jubiläum „100 Jahre Frauenstudium an der RWTH Aachen“ aus.

Ihr Profil

Student oder Studentin der Studienrichtung Grafik-Design oder Medien-Design (noch mindestens bis Ende 2009) der FH Aachen oder gute Kenntnisse in der Websitegestaltung. Flexibilität und Erfahrung im Bereich Websitegestaltung sind von Vorteil.

Ihre Aufgaben

Unterstützung bei der Erstellung einer Internetseite und Betreuung des Layouts zu der 2009 stattfindenden Ausstellung „100 Jahre Frauenstudium an der RWTH Aachen“.

Unser Angebot

Die Stelle ist ab August 2008 und bis mindestens Ende 2009 zu besetzen.
Die regelmäßige Wochenstundenarbeitszeit beträgt 8 Stunden.

Ihre Ansprechpartner

Ihre aussagekräftige Bewerbung schicken Sie bitte vorzugsweise per Email an:


Dr. Klaus Graf
Hochschularchiv Aachen
Theaterplatz 14
52064 Aachen

Tel.: 0241 26386/
0241 26389

archiv@rwth-aachen.de

Montag, 1. September 2008

Archivalie des Monats - September

Prof. Dr. rer. nat. Doris Schachner, geb. Korn (1904-1988) war von 1949 bis 1972 ordentliche Professorin für Mineralogie und Lagerstättenkunde an der RWTH Aachen.

1984 wurde ihr die Ehrensenatorenwürde in "Anerkennung ihrer großen Verdienste um die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, insbesondere um die Ausbildung und Förderung der Studenten und des akademischen Nachwuchses sowie der Intensivierung des wissenschaftlichen Austausches und der Auslandsbeziehungen" verliehen. Damit war sie die erste Frau und RWTH-Professorin, der diese Ehre an der RWTH überhaupt zu Teil wurde.

Dieses handschriftliche Dankesschreiben wurde auch in der Präsentation des Hochschularchivs zum Thema "Pionierinnen der Wissenschaft" gezeigt, da Frau Prof. Schachner zu den ersten Akademikerinnen an der RWTH Aachen zählt, die zur Ordinaria eines Lehrstuhls ernannt wurde. Insofern eine echte "Pionierin".

Frauen waren erstmals 1909 Studentinnen an der damaligen TH Aachen, nachdem Preußen 1908 Frauen zum regulären Universitätsstudium zugelassen hatte. Vorher nahmen Frauen nur als Gäste bzw. Hospitanten an den Lehrveranstaltungen teil. 1919 promovierte Maria Savelsberg als erste Frau an der TH Aachen. 1923 habilitiert sie sich und wurde im gleichen Jahr (1949) wie Frau Schachner zur ordentlichen Professorin für Chemie ernannt.

Quelle: Hochschularchiv Akte 494

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Dieses Weblog ist eine nicht kommerzielle Plattform für aktuelle Meldungen des Hochschularchivs der RWTH Aachen.

Verantwortlich: Frau Prof. Dr. Christine Roll.

Kontakt: Hochschularchiv der RWTH Aachen, Theaterplatz 14, 52062 Aachen, Tel.: 0241/80-26386 Mail: archiv@rwth-aachen.de.

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